HOLY GUACAMOLY!

Holy Guacamoly! Heute möchten wir gerne etwas über ein fettes Früchtchen aka. Wunderwuzzi der Küche erzählen: Die AVOCADO!

Nun eigentlich ist es ja so, dass die saftigsten Avocados aus Venezuela, Peru, Israel, Südafrika, Mexiko oder Spanien kommen, denn hier in Österreich wächst zwar der Wein wie wahnsinnig, aber leider keine Avocados. Finden wir traurig und ist fast schon zum Heulen! Können wir aber nicht ändern und so mussten und wollten wir uns auf die Suche begeben nach LieferantInnen, die BIO-Avocados im Programm haben.

Warum BIO!? BIO ist für uns Menschen einfach gesünder. Der Bioanbau von Avocados verzichtet auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel, die Düngung erfolgt durch Mist und Kompost. So kommt bis zu 60 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre.

Allerdings braucht ein Avocadobaum Wasser … viel Wasser! Das ist schlecht, denn fast alle oben genannten Länder haben Probleme mit ihrer Wasserversorgung.

Was tun, wenn man nicht auf Avocados verzichten will? Unser Lieferant, das Obsthaus Haller, bezieht von einem größeren Lieferanten, der die Früchte nach Europa importiert. Das passiert zumeist per Schiff und weniger via LKW (Spanien), demnach müssen wir den größeren & längeren Transportweg akzeptieren, dennoch ist erwiesen, dass der Schiffstransport wesentlich weniger Schadstoffe produziert als jener mit dem LKW. Die Avocados, die wir im Supermarkt kaufen können, kommen zu zwei Drittel aus dem Anbauland mit dem Schiff nach Deutschland und dort mit dem Zug nach Österreich. Achtet beim Einkauf bitte auf das Label Global Gap.

JEEEZ, darüber lässt sich natürlich endlos diskutieren, denn es gibt leider noch immer Menschen, die mit dem Auto einkaufen fahren (teilweise müssen!) und man sich ausrechnen kann, dass der LKW-Transport (Spanien-Österreich) genauso schädlich ist, wie eine 1 km Fahrt für den Einkauf mit dem Mittelklasse PKW. Somit könnte man sogar schlussfolgern, dass es – vom Transportweg her und nur wenn man nicht mit dem Auto einkauft – solange effizienter ist die Avocado aus Spanien zu kaufen, bis endlich jeder verstanden hat, dass es gut wäre zu Fuß, den Öffis, in Gemeinschaften oder mit dem Fahrrad seinen Einkauf zu erledigen. Wir finden aber nicht, dass dieses Argument eine Daseinsberechtigung haben sollte, zumal es diese durchaus bedauerliche Lage solange rechtfertigt bis entweder der Staat etwas tut und/ oder die Welt zu Grunde gegangen ist. Ein absoluter Teufelskreis!!!

Also haben wir uns darauf geeinigt (Wir und unser Gewissen!), dass diese Denkansätze mit unserem Versprechen zur Nachhaltigkeit Grundvoraussetzung sind:

  1. Wir überlegen uns noch einmal ernsthaft, ob wir die Guacamole im VOODIES-Sortiment lassen. Habt bitte Verständnis mit uns, wenn wir diese Entscheidung nicht allzu schnell treffen können. In der Gastronomie ist es leider so, dass wir LieferantInnenverträge und in unserem Fall auch Franchiseverträge einzuhalten haben. Eine Produktänderung ist also immer eine langwierige Geschichte, aber wir bleiben alle dran!
  2. Wir kaufen BIO-Avocados ein, weil sie gesünder sind.
  3. Wir halten uns in diesem Fall an größere LieferantInnen, weil diese (zumindest im Fall der Avocado) mit mehreren, kleineren landwirtschaftlichen Betrieben aus der ganzen Welt zusammenarbeiten. So wird garantiert, dass unser und euer Geld für Bewässerung, Arbeitskräfte, Qualität, Anbau und Transport etc. an den richtigen Stellen verteilt wird. Nämlich in die Ursprungsländer der Avocado, an Landwirte, die ehrlich anbauen, an lokale Familien und leider auch in lange Transportwege, aber zumindest mit dem Schiff.
  4. Wir haben herausgefunden, dass das Label „Global Gap“ wichtig ist im Bezug auf exotische Früchte, denn dieses bezieht in seinen Berechnungen auch den Wasserverbrauch des Anbaus mit ein.
  5. Die Avocados aus Peru werden am Nachhaltigsten angebaut, dazu Biotropic: „Der Anbau in Peru hat in den vergangenen Jahre deutlich zugelegt. Denn die Früchte von der Südhalbkugel werden ab März reif, wenn in den klassischen Anbauländern nördlich des Äquators wie Spanien und Israel die Saison zu Ende geht. Das gewährleistet eine weitgehende Verfügbarkeit, die auch Bio-Kunden verlangen. Unsere Erzeuger sind kleine Bauern, die durchschnittlich zwei Hektar Fläche bewirtschaften. Sie müssen die Bäume bewässern, das Wasser dafür kommt von den Bergen und ist nicht knapp. Zumeist setzen die Bauern Tröpfchenbewässerung ein, sie wollen und müssen ja auch sparen.“
  6. Konsumiert die Avocado bitte nur in Maßen, auch privat. Manche Bauern in Mexiko roden Wälder ab, um mehr Avocados anpflanzen zu können, in Spanien wird nach und nach das Grundwasser verseucht. Etc.

Auch wenn die Avocado eine Superfrucht ist und viel Power unter der Schale hat, gibt es genügend regionale Gemüse- & Obstsorten, die ebenso viel können.

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